Für Mieter

Wer kann Referenten einladen? Wir vermitteln Referenten an Bildungseinrichtungen oder -gruppen jeglicher Größe. Dabei kann es sich zum Beispiel um Schulklassen, Volkshochschulkurse, Kirchengemeinden, Studentengruppen oder Kulturvereine handeln.

Über welche Themen sprechen die Referenten? Rent a Jew möchte zeigen, wie lebendig und vielfältig das Judentum hier in Deutschland ist. Es geht uns nicht darum, akademisches Wissen oder politische Fakten zu vermitteln, sondern wir möchten das Kennenlernen fördern. Deswegen stehen bei den Treffen die individuellen Geschichten unserer Referenten im Mittelpunkt. Innerhalb dieses Rahmens können nach Wunsch und Absprache Themenschwerpunkte gesetzt werden. Einige Referenten können zum Beispiel über ihre Erlebnisse als Migranten reden, über ihre Erfahrungen mit Antisemitismus oder über ihre religiöse Lebenspraxis. Da nicht jeder Referent zu jedem Thema Auskunft geben kann, sollten Themenwünsche möglichst schon beim ersten Gespräch genannt werden.

So vielfältig die Themen sind, die unsere Referenten behandeln, eins müssen wir ganz klar betonen: Unsere Referenten äußern stets ihren persönlichen Standpunkt und sind nicht etwa offizielle Repräsentanten der jüdischen Gemeinde oder gar des Staates Israel. Wer solch einen Sprecher sucht, ist bei uns leider nicht an der richtigen Stelle.

Wie kann ich einen Referenten einladen? Füllen Sie einfach das Kontaktformular auf unserer Website aus. Wir kontaktieren Sie und besprechen Ihre Erwartungen. Anschließend schlagen wir Ihnen einen Referenten vor, mit dem Sie Kontakt aufnehmen können. Wenn sich beide Seiten geeinigt haben, wird der bevorstehende Besuch in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten.

Ist der Vermittlungsservice von Rent a Jew kostenpflichtig? Unsere Referenten engagieren sich ehrenamtlich, dafür bitten wir die einladende Seite die Reisekosten und Spesen der Referenten zu übernehmen. Die Kosten werden im Vorfeld besprochen unter Berücksichtigung von vorhandenen Ermäßigungen wie zum Beispiel den Besitz einer Bahncard.

Muss ich den Referentenbesuch thematisch vorbereiten? Wie Sie den Referentenbesuch in Ihr Programm einplanen und vorbereiten liegt vollkommen bei Ihnen. Solch ein Besuch kann sicherlich gut in eine Themenreihe über Judentum oder jüdisches Leben integriert werden – muss er aber nicht. Wir vermitteln auch gerne Referenten, wenn "nur" das Interesse besteht, mit einem jüdischen Mitbürger ins Gespräch zu kommen. Dazu bedarf es keiner wochenlangen Einführung. Viel wichtiger sind Neugierde und die Lust, Fragen zu stellen.    

Wie sollte ich den Ablauf des Treffens planen? Bitte klären Sie die Details des Besuchs mit unserem Referenten. Wie lange die Redezeit sein soll, wie viel Zeit Sie für Fragen einplanen – all dies sollten Sie in Absprache mit dem Referenten regeln. Wir empfehlen, mindestens 90 Minuten für einen Besuch einzuplanen. Falls Sie Fragen haben oder Tipps brauchen, können Sie sich natürlich jederzeit an uns wenden.

Beachten Sie bitte, dass das Treffen in den Räumlichkeiten einer öffentlichen Institution stattfinden muss. Nur so können wir für die Sicherheit unserer Referenten gewährleisten. Bitte informieren Sie den Referenten, wie er mit öffentlichen Verkehrsmitteln am einfachsten zu Ihrer Institution gelangt und vereinbaren Sie einen Treffpunkt. Was die Bestuhlung des Raumes angeht, so raten wir dazu, den Referenten nah ans Publikum heranzusetzen, gerne auch in einem Kreis. Zu viel räumliche Distanz ist für eine lebhafte Diskussion sicherlich nicht förderlich.

Was ist meine Rolle während des Gesprächs? Wenn ein fremder Gastredner vor einer Gruppe seine Lebensgeschichte erzählen soll, herrscht auf beiden Seiten zunächst Scheu. Sie können helfen, das Eis zu brechen und die Diskussion in Gang zu bringen. Es wäre schön, wenn Sie den Referenten und unser Projekt am Anfang kurz vorstellen würden. Bei der anschließenden Fragerunde können Sie die Diskussion anstoßen. Wenn sich keiner traut, etwas zu fragen, dann ermutigen Sie doch die Gruppe oder gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Bitte versuchen Sie auch, das Gespräch zu moderieren. Wenn Sie diese Aufgaben lieber an einen Kollegen abgeben möchten, ist das natürlich kein Problem. Allerdings sollte der Referent im Voraus wissen, wer das Gespräch moderieren wird.

Wie geht es nach dem Besuch weiter? Nach dem Besuch schicken wir Ihnen einen Feedback-Bogen. Bitte schicken Sie diesen ausgefüllt an uns zurück. Natürlich bleiben wir gerne in Kontakt mit Ihnen. Wenn Sie den Referentenbesuch mit einem anderen Publikum wiederholen möchten, helfen wir Ihnen gerne. Wir freuen uns auch, wenn Sie unser Angebot an Kollegen weiterempfehlen.